Wolfhagen 100% EE
 
 

Kinofilm "Power to Change"

14. April 2016

Das war der Film "Power to Change" am 13. April - Am Sonntag gibt es die nächste Gelegenheit den Film zu sehen.

Am Sonntag, 17. April gibt es die Filmmatinee um 11 Uhr im Kino Wolfhagen. Einlass ist ab 10:30. Es wird Häppchen und warme Getränke geben. 

 FILMBESPRECHUNG/BERICHT ZUR PREMIERE IN WOLFHAGEN

Jeder kann einen Beitrag zur Energiewende leisten!
Am Mittwoch, 13. April, fand in Wolfhagen die Premiere des Films „Power to Change: Die Energierebellion“ statt. Begleitet durch Livemusik und eine anschließende reflektierende Podiumsdiskussion präsentierten Energieoffensive Wolfhagen, Bürgerenergiegenossenschaft, Stadtwerke und Energie 2000 Carl-A. Fechnerss neues Werk.

Jeder, unabhängig von Herkunft, Beruf und sozialem Status, kann einen kleinen und dennoch bedeutenden Beitrag zur Energiewende leisten – so eine wesentliche Aussage des neuen Dokumentarfilms. . Ein kleiner Beitrag war auch die am Mittwoch, den 13. April, von der Energieagentur 2000, der Energieoffensive Wolfhagen, der Bürgerenergiegenossenschaft Wolfhagen und den Stadtwerken initiierte Vorführung des Werkes. Die geladenen Gäste versammelten sich am Abend im Kino der Stadt, wo sie die Gitarrenklänge von Jacob Lück begrüßten. “Wir haben heute eine gute Besucher-Mischung hier”, sagt Kerstin Linne von der Energieoffensive Wolfhagen. “Neben den Experten auf diesem Themengebiet sind sich auch viele interessierte Bürgerinnen und Bürger im Kinosaal.” Peter Henniges, der gleich zu Beginn den besonderen Charme des historischen kleinen Kinos hervorhob, führte die Zuschauer durch den Abend. . “ So ein Kino wie hier und heute habe ich noch nicht gesehen”, lachte der Moderator und fügte hinzu: “Hier ensteht heute eine Brücke zwischen Alt und Neu.”

Persönliche Geschichten von realen Menschen
Neu ist dabei viel mehr als nur der Film selbst. Sein Inhalt fasst die technischen Innovationen der Gegenwart und nahen Zukunft für die dezentrale Energiewende zusammen und präsentiert den Zuschauern eine kompakte Version dessen, was möglich und notwendig ist. „Der Film ist ein gelungenes Medium, um den großen Bogen zu schlagen. Seine Grundaussage ist richtig und wichtig“, betont Manuela Nutz, die Leiterin der Abteilung Energieeffizienz des Umwelt- und Gartenamtes der Stadt Kassel, bei der anschließenden Podiumsdiskussion. Die große Fülle an Informationen ist mit den persönlichen Geschichten von realen Menschen verknüpft und in anspruchsvoller und hochwertiger Bild- und Tonsprache aufbeeitet. Es beginnt mit der Begegnung zwischen Amir Roughani, einem ehemaligen Flüchtling aus dem Iran, heute erfolgreicher Unternehmer in Deutschland und Edy Kraus.  Der hatte es sich zum Ziel gesetzt eine Pelletieranlage zu entwickeln, welche nachwachsende Rohstoffe aus Landwirtschaft und Umwelt zu Pellets als einer Energiequelle zum Heizen oder zum Strom erzeugen verarbeitet. Zunächst ist Roughani sehr skeptisch, doch seine Neugier treibt ihn zu Gesprächen mit Experten und Aktivisten– bis er schließlich überzeugt seinen eigenen Beitrag zur Energiewende leistet und den Bau eines Solarparks auf einem Gelände finanziert, wo zu Zeiten des Kalten Krieges Raketen gelagert wurden, die auch im Iran-Irak-Krieg zum Einsatz kamen..

Die Energiewende ist viel mehr als sauberer Strom
Die Entwicklung Roughanis sowie Edy Kraus leidenschaftliche Herangehensweise an seine revolutionäre Idee bilden den roten Faden des Films. Viele, auf langjähriger Recherche basierende Daten und Fakten präsentiert Carl-A. Fechner durch seine beiden Protagonisten und eine Vielzahl anderer wichtiger Akteure. Diese machen deutlich, dass die Energiewende viel mehr ist als nur sauberer Strom. Die Experten berichten über Fortschritte und Entwicklungen in unterschiedlichen Bereichen: Erneuerbare Energien, Bauen energieeffizienter Passivhäuser und Siedlungen, Sanieren und Wärmedämmen von bestehenden Gebäuden, Elektromobilität sowie Modelle zur Reduktion des Energieverbrauchs. Sie zeigen, dass die Energiewende nur dann zu erreichen ist, wenn sie vielseitig und vor allem dezentral vorangebracht wird. Deswegen schaut  der Film auch über die deutschen Grenzen hinaus. Die politischen Aspekte erläutert Carl-A. Fechner anhand der Kriegssituation in der Ukraine.
Darüber hinaus erschüttern die Aufnahmen und Daten zu den Umweltfolgen der Atomkraft sowie der Förderung von Öl-, Gas- und Kohle in Landschaft und Natur den Zuschauer. Professor Peter Birkner, Leiter des House of Energy in Kassel, fasste diesen Aspekt in der anschließenden Podiumsdiskussion wie folgt zusammen: „Was Deutschland an CO2 produziert, ist global betrachtet nur ein kleiner Prozentanteil. Deshalb haben unsere Handlungen keine wesentliche Bedeutung für das Voranschreiten des Klimawandels. Doch als Hochtechnologie--Land erfüllen wir eine Vorbildfunktion. Wir können und müssen zeigen, dass die Energiewende möglich und vor allem wirtschaftlich machbar ist.“

Vielfältige Bildungsaktiviäten in Wolfhagen
Neben Professor Birkner und Manuela Nutz nahm auch Elke Masche von der Bürgerenergiegenossenschaft Wolfhagen an der Podiumsdiskussion teil. Sie berichtete über die vielfältigen Bildungsaktivitäten für große und kleine Menschen zur lokalen Energiewende, die ihre Genossenschaft über die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an Wind- und Solaranlagen hinaus betreibt.
Die drei Experten standen Peter Henniges des Weiteren zu Themen wie „Schaffung eines öffentlichen Bewusstseins“ sowie der konkreten "Energiewende in der Region" Rede und Antwort.
Zum Abschluss gab es für die Kinogäste einen Empfang auf der Terrasse. Trotz des regnerischen Wetters tauschten die Zuschauerinnen und Zuschauer in einer heiteren Stimmung bei Getränken und Häppchen lebhaft ihre Eindrücke aus – und vielleicht ist dabei ja sogar eine neue Idee geboren, um die Energiewende von unten weiter voranzutreiben.

IMG 3804

IMG 3776

IMG 3931

IMG 3785

IMG 3872

IMG 3976

IMG 3978

IMG 4006

IMG 3961

IMG 4009

IMG 4067

IMG 4071

IMG 4108

 

IMG 4252

IMG 4276

IMG 4206

IMG 4117

IMG 4144

 

<< zurück zur Übersicht